Zum heutigen Zeitpunkt kann keine Aussage zur Logistik und dem Güterverkehr der Zukunft getroffen werden – Prognosen sind schließlich immer mit Unsicherheiten verbunden und das gilt umso mehr, je weiter in die Zukunft geschaut wird. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Vortrag zwei Szenarien zur Entwicklung des Güterverkehrs in den nächsten Jahrzehnten. 

Im ersten Szenario wird eine Welt konstruiert, in der sich der bisherige Trend in Produktion, Logistik und Güterverkehr fortsetzt. Diese Entwicklung war bis jetzt gekennzeichnet durch Globalisierung, Outsourcing und eine zunehmende Digitalisierung im privaten Konsum und der Organisation von Wertschöpfungsketten. Gewinnerin dieser Entwicklung war auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene die Lkw-basierte Logistik. Setzt sich dieser Trend weiter fort, und spielen zunehmend die Herausforderungen des Klimaschutzes eine rahmensetzende Rolle, dann ergeben sich die Konturen dieses ersten Szenarios. Diese wird weiterhin auf straßenbasierten Transporten fußen, wobei Umstellungen auf neue Treibstoffe und Antriebsarten stattfinden werden. Ein solches Szenario bewältigt jedoch nur einen Teil der aktuellen sozio-ökonomischen Herausforderungen in der Gesellschaft. 

Vor diesem Hintergrund wird ein zweites Szenario konstruiert. Dieses ist von neuen Geschäftsmodellen und Konzepten in der Logistik geprägt. Die dabei dominierenden Konzepte stellen Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen dar, wobei der Klimawandel nur ein Aspekt ist. Noch kann keine Aussage getroffen werden, welche innovativen und nachhaltige Geschäftsmodelle den Güterverkehr der Zukunft charakterisieren werden. Deshalb wird mit Hilfe des theoretischen Konzeptes der Multi-Level-Perspektive im Vortrag prinzipiell dargestellt, wie aus Visionen und zufälligen Erfindungen echte Innovationen werden, die sich am Markt durchsetzen. Anhand der Multi-Level Perspektive und unter Zuhilfenahme von Wirtschaftlichkeitsberechnungen wird das Innovationspotenzial einiger visionärer Konzepte - von der Stadtlogistik bis bin zu interkontinentalen Transporttechnologien - diskutiert und evaluiert. Damit ergeben sich die Grundzüge des zweiten Szenarios. 

Im Vergleich der beiden Szenarien wird ausgeführt, wie der aktuelle Diskurs und die Verteilungskämpfe um die Verkehrsmärkte der Zukunft einzuschätzen sind und welche Entwicklungen in den nächsten Jahren eintreten könnten.

Bitte beachten Sie nachfolgende Hinweise:
Für ein optimales Ergebnis ist die Teilnehmerzahl auf maximal 30 Personen begrenzt. Es zählt das Prinzip: "First come - first serve".

Ihre Einwahldaten erhalten Sie rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung.

Voraussetzung zur Teilnahme: Ein Laptop mit Internetverbindung, Mikrofon/Headset und Webcam

Informationen

Weiterempfehlen